16 Tage, 9 Bundesländer, unzählige Gespräche – und eine Frage, die ganz Österreich verbunden hat: Was ist dein Klimatraum?
Im Sommer 2025 machten sich acht junge Erwachsene mit den Naturfreunden auf eine ganz besondere Reise. Von 11. bis 26. Juli waren sie klimafreundlich unterwegs – zu Fuß, mit dem Rad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln – von Vorarlberg bis nach Wien. Ziel der Klimatour war es, Menschen im ganzen Land zu begegnen und mit ihnen über ihre individuellen und kollektiven Visionen für eine bessere Umwelt zu sprechen.
Diese Tour war weit mehr als eine sportliche Herausforderung. Sie war eine symbolische Verbindung zwischen Menschen und Natur – und ein starkes Zeichen dafür, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen und Zukunft aktiv mitgestalten.
In Workshops, Vorträgen und spontanen Gesprächen entlang der Route lud das Klimaträume-Team dazu ein, persönliche Klimaträume zu teilen. In Berghütten, an Seen, in Städten, in Zügen und auf Wanderwegen entstanden berührende, nachdenkliche und inspirierende Gespräche.
Viele Menschen unterstützten die Aktion mit einem symbolischen Euro. Die gesammelten Spenden fließen in das Projekt des Klimafonds der Naturfreunde Internationale „Eine Baumschule für Farako“ im Süden Malis.
Die Region leidet stark unter den Folgen des Klimawandels. Mit dem Aufbau von Baumschulen und dem Pflanzen von Obstbäumen werden dort ökologische Stabilität und Ernährungssicherheit nachhaltig verbessert. So verband die Klimatour lokales Engagement mit globaler Solidarität.
Die Klimatour stand für mehr als Bewegung durch Österreichs beeindruckende Landschaften. Sie stand für:
Dialog statt Polarisierung
Begegnung statt Distanz
Handeln statt Abwarten
Die Naturfreundejugend übernahm mit dieser Initiative Verantwortung für alle Altersgruppen. Mit den Klimaträumen wurde insbesondere jungen Stimmen Raum gegeben – und zugleich gezeigt, dass Klimaschutz nur generationenübergreifend gelingt.
16 Tage gemeinsam unterwegs zu sein, Herausforderungen zu meistern, flexibel auf Wetter, volle Züge oder spontane Gesprächssituationen zu reagieren, erforderte Zusammenhalt, Ausdauer und Teamgeist. Genau daraus entstand eine besondere Dynamik, die die gesamte Reise prägte.
Die Klimatour 2025 hinterließ nicht nur beeindruckende Naturerlebnisse – von Berggipfeln bis zu Seenlandschaften – sondern vor allem zahlreiche gesammelte Klimaträume. Diese Visionen werden weitergetragen und in zukünftige Projekte einfließen.
Was blieb, ist die Erfahrung, dass echte Veränderung mit einer einfachen Frage beginnen kann – und mit dem Mut, sie laut zu stellen.